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Erster Fahrtag mit Fredy. Wir machen los und kommen vor der ersten Schleuse konsterniert sofort wieder zu Stehen: Das Signal ist tot. Bisher war das kein gutes Zeichen, ich habe das erst einmal am 1. Mai beobachtet, und da geht in Frankreich gar nichts. Hab ich wieder mal etwas übersehen? Sonntag? Die nahegelegenste Telephonnummer ist nicht zuständig - Grossschleuse. Sie geben mir eine andere Nummer - Telephonbeantworter. Bei der hoffentlich zentralen Nummer dieses Kanalabschnitts nimmt jemand ab. Er murmelt etwas und hängt auf. Ich hoffe, er habe über schlafende Kollegen gepfuttert. Und vermutlich ist es so, denn die Schleuse erwacht direkt von ‚scheintot‘ in ‚vorbereiten‘. In der Schleuse kommt ein dienstfertiger Schleusenwärter persönlich vorbei, erkundigt sich wo wir hinwollen und meldet uns bei den Grossschleuserkollegen an. Die Weiterfahrt ist so reibungslos wie der Start beklemmend und im Gegensatz zu amont vor zwei Tagen ist aval frei von jeglicher Wartezeit. Wir haben also genügend Zeit für Lesen, über Musik auszutauschen, Fredy pafft auf der Terasse seine Zigarren und in der Abensonne taucht er zum ersten Mal in die Kombüse.
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